Schloss Thun ist ein seltenes Beispiel für einen eingerichteten Wohnsitz und bewahrt noch heute eine außergewöhnliche Kunstsammlung, die im Laufe vieler Jahrhunderte entstanden ist.
In der bezaubernden Reihe von Räumen stehen Diwane, Kommoden, Schränkchen, Kredenzen und Dormeusen. An den Wänden bewundert man die Gemäldegalerie mit Familienportraits, Landschaften, Stillleben, religiösen und mythologischen Motiven. Darunter Künstler wie Jacopo Bassano, Camillo Procaccini, Giuseppe Maria Crespi, Giovanni Battista Lampi, Joseph Bergler neben Vertretern der mitteleuropäischen Malerei des 19. Jahrhunderts (Kohl, Vollmer, Achenbach, Heinlein).
Neben kostbarem Tafelglas überwiegend böhmischer Herkunft, Kelchen und Gläsern, Krügen und Tafelaufsätzen, finden sich Majoliken, Porzellan, Alabasterfiguren, Vasen, Kerzenleuchter, sowie Zinn-, Bronze- und Kupfergegenstände.
Die Sammlungen von Hieb-, Stich- und Schusswaffen sind wie auch die Schlitten- und Kutschensammlung ein beredtes Zeugnis der ruhmreichen Vergangenheit der Familie.