Es zählt zu den ältesten und mächtigsten Familien des Trienter Gebiets.
Der Name "de Tono" oder "de Thono", der später in die deutsche Form "Thun" oder "Thunn" abgeändert wurde, geht auf den Herkunftsort Ton (Thun) im Nonstal zurück.
In dieser Gegend errichteten die Thun ihre ersten Burgen: Visione, S. Pietro, Castelletto und Belvesino, das heutige Castel Thun. Der Machtbereich der Familie erstreckte sich später über das Nonstal und die Valle di Sole, wo sie die Herren der Burgen von Bragher, Castelfondo, Altaguardia und Caldes waren.
Seit 1472 gehörten sie zum Tiroler Adel und wurden 1629 zu Reichsgrafen des Heiligen Römischen Reichs erhoben.
Schon gegen Ende des 14. Jahrhunderts war die Familie Thun in mehrere Linien geteilt, zu denen im 17. Jahrhundert dann die bedeutende böhmische Linie mit zahlreichen Besitztümern in Böhmen, Schlesien und Thüringen kam.
Die Linie Castel Thun, deren Ahnherr Luca (1485-1559) war, blieb im Besitz des Schlosses bis 1926, als dieses an die böhmische Linie überging.