Castello del Buonconsiglio monumenti e collezioni provinciali

Lapidarium

Es handelt sich um die älteste öffentliche Sammlung Trients.

Mitte des XVI. Jahrhunderts sammelte Fürstbischof Cristoforo Madruzzo im Castello del Buonconsiglio und in der Villa delle Albere antike Steininschriften und Marmorwerke, die bei den berühmten Teilnehmern des Konzils von Trient Bewunderung auslösten.

Drei Jahrhunderte später, im Jahre 1824, vereinte der Stadtvogt von Trient, Benedetto Giovanelli, im Sitz des Rathauses mittelalterliche und moderne Werke aus Stein, die alle – selbst wenn es sich nur um Fragmente handelte – als Monumenti patri (Denkmäler der Vorfahren) betrachtet wurden.

1856 findet dann die Einweihung des Stadtmuseums statt und 1924 wird schließlich das neue Nationalmuseum im Castello del Buonconsiglio gegründet: das Lapidarium erhält seinen Platz im Hof neben dem Garten, in dem einst Paume gespielt wurde.

Heute ist die Sammlung in den Innenräumen des Castelvecchio ausgestellt. Die beiden mittelalterlichen Säle, die zu den eindruckvollsten des Schlosses gehören, ragen direkt aus dem Fels hervor, aus dem die Böden herausgeschlagen wurden.

Die zwischen dem Hochmittelalter und dem Ende des XVIII. Jahrhunderts angesiedelten Werke stammen aus den bedeutendsten Kirchen und Palästen Trients: eine zauberhafte Seite der Kunstgeschichte und ein faszinierendes Zeugnis der Verwandlungen der Stadt und ihrer Umgebung im Laufe einer tausendjährigen Geschichte.